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Münchner Merkur
"Nach dem Theater ist vor dem Theater"
INTERVIEW – Wolfgang Ürmösi über das neue Stück „Wias lafft, laffts“ des TSV Hofolding – Premiere am Freitag
Hofolding – Der TSV Hofolding bringt sein neues Theaterstück „Wias lafft, laffts“, eine Komödie in drei Akten von Peter Landstorfer, auf die Bühne. Premiere ist an diesem Freitag, 9. Januar, in der Turnhalle. Wolfgang Ürmösi, TSV-Abteilungsleiter Theater, gibt im Interview mit dem Münchner Merkur Einblicke hinter die Kulissen der umtriebigen Theatergruppe.
Warum hat sich die Theatergruppe gerade für dieses Stück entschieden?
Spätestens um Pfingsten rum bringt der Postbote eine kleine Auswahl von zehn bis 20 Textbüchern vorbei, die es dann zu lesen gilt. Aber bevor es dazu kommt, durchforsten wir die einschlägigen Verlage und lesen schon mal die Stückbeschreibung. Nach dem Lesen erfolgt die erste Auswahl, dabei beraten wir in kleiner Runde.
Uns ist es immer wichtig, dass man einerseits ein leichtes, heiteres Stück findet, aber wir wollen auch etwas auf die Bühne bringen, das zum Nachdenken anregt.
Was ist das größte Problem bei der Erarbeitung eines Stückes?
Ein Stück zu finden, das zu uns passt. Und dann natürlich auch seinen Witz und die Botschaft herauszuarbeiten. Und auch vielleicht die Vorlage anzupassen, denn es muss ja nicht alles so gespielt werden, wie es im Buch steht.
Wie viele Personen sind bei diesem Stück insgesamt involviert?
14 Personen sind als Spieler auf der Bühne. Hier versuchen wir, Rollen nicht doppelt zu besetzen. Das gibt uns die Möglichkeit, neue Spieler mit ins Boot zu holen und ihnen die Möglichkeit zu geben, mal auszuprobieren, ob das Theaterspielen etwas für sie ist.
Auch hinter der Bühne brauchen wir jede Menge Hilfe: Hier haben wir auch nochmal 15 bis 20 Personen: Maske, Licht- und Tontechnik, Bühnenbau, der Auf- und Abbautrupp, unsere Kartenverkaufsstelle, unsere Abendkasse und die wichtigste Person: unser Gehirn, die Souffleuse Gerti Eigmann.
Seit wann wurde für das aktuelle Stück geprobt?
Wir haben uns Ende Oktober zweimal die Woche zur Leseprobe getroffen, und seit 15. Dezember haben wir auf der Bühne zweimal die Woche am Stück gearbeitet. Nach Weihnachten waren wir dann täglich am Üben, außer an den Feiertagen.
Welche rechtlichen Dinge müssen beachtet werden?
Bei der Gemeinde muss die Veranstaltung angezeigt werden. Dann geht es mit dem Stückeverlag weiter, bei dem wir die Aufführungsrechte pro Vorstellung kaufen müssen. Und zu guter Letzt ist noch, wenn wir Lieder einbauen, die GEMA zu informieren.
Aber hier haben wir einen Vorteil. Wir haben seit Jahren einen erfahrenen Musiker, Wolfgang Probst von der Stadtkapelle Miesbach, an unserer Seite, der für uns exklusiv Lieder komponiert und einspielt.
Was kostet die Umsetzung eines solchen Theaterstückes?
Kommt ganz auf das Stück an. Mal braucht es für drei Akte nur ein Bühnenbild, dann gibt es auch Stücke, bei denen wir zwei Bühnen bauen müssen. Mit einem vierstelligen Betrag sollte man schon rechnen.
Gibt es eine Feier nach der Premiere am Freitag?
Natürlich wird gefeiert. Eine kleine „After Show Party“: Wir sitzen mit allen, die nach der Vorstellung noch da bleiben wollen, zusammen und lassen es uns gut gehen.
Wann beginnen die Arbeiten am nächsten Stück?
Nach dem Theater ist vor dem Theater. Wenn alles abgeschlossen ist, dann haben wir ein paar Wochen Zeit, zu verschnaufen. Ab Mitte März geht es dann schon wieder los mit dem Suchen nach neuen Stücken. Dann wird wieder gelesen.
Interview: Volker Cammer
Aufführungen
Das Theaterstück „Wias lafft, laffts“ wird in der Turnhalle in Hofolding aufgeführt am:
Freitag, 9. Januar
Samstag, 10. Januar
Sonntag, 11. Januar
Samstag, 17. Januar
Sonntag, 18. Januar
Donnerstag, 22. Januar
Freitag, 23. Januar
Samstag, 24. Januar
Beginn jeweils um 19.30 Uhr, außer am 11. Januar (15 Uhr) und am 18. Januar (18 Uhr).
Karten gibt es im Autohaus Ritz in Faistenhaar.